Entenrettung an der Obernau

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„Jeden Tag eine gute Tat!“

Dieser Spruch gilt nicht nur für Pfadfinder, sondern auch für uns, als Mitglieder der Feuerwehr.

Am heutigen Pfingstsonntag war unsere gute Tat die Zusammenführung einer Entenfamilie. Am Überlauf des Vorstaubeckens der Obernau-Talsperre hatte sich die 12-köpfige Kinderschar in eine missliche Lage gebracht. Im massiven Betonring schwammen die Nachwuchs-Enten herum, konnten aber den Überlauf mangels Flugerfahrung nicht mehr verlassen.

Eine aufmerksame Mountainbikerin erkannte die ernste Situation von Mama-Ente (die übrigens mit lautem Geschnatter auf sich aufmerksam machte) und forderte über die Nummer 112 unsere Hilfe an.

Die Multifunktionsleiter des Hilfeleistungslöschfahrzeuges in Position, den Kameraden mittels Leine gesichert und mit einem Kescher und Transportkorb bewaffnet, konnten die winzigen Federviecher gerettet werden. Quasi als „Beifang“ wurde auch noch eine Mini-Ringelnatter aus ihrem Gefängnis befreit und in die Freiheit entlassen.

Alles in allem eine erfolgreiche Rettungsaktion, allerdings mit einem faden Beigeschmack: Die Parksituation auf dem Parkplatz oberhalb des Staudammes war katastrophal. Zahlreiche PKW von Besuchern der Talsperre – teils im Parkverbot stehend – hätten in einer zeitkritischen Einsatzsituation ein schnelleres Eingreifen der Feuerwehr oder des Rettungsdienstes stark behindert.

Bitte, liebe Verkehrsteilnehmer, achtet immer darauf, dass wir mit unseren Fahrzeugen ungehindert durchfahren können.

(ML)